{"id":318,"date":"2024-01-31T17:14:51","date_gmt":"2024-01-31T16:14:51","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.mattis-online.de\/?p=318"},"modified":"2024-02-04T19:31:53","modified_gmt":"2024-02-04T18:31:53","slug":"antigua-bis-saint-barthelemy","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.mattis-online.de\/?p=318","title":{"rendered":"Antigua bis Saint Barth\u00e8lemy"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Tug Assistance N\u00b03<\/h2>\n\n\n\n<p>Nachdem Daniel und Hannah am Morgen die Eink\u00e4ufe erledigt hatten ging die Reise weiter. Plan war mit zwei Stopps von Jolly Harbour an der S\u00fcdseite der Insel entlang zur Ostk\u00fcste zu gelangen, wo es sehr sch\u00f6ne Schnorchelpl\u00e4tze bei den Atlantikriffen gibt. Daher war das erste Ziel die Carlisle Bay im S\u00fcden der Insel.<\/p>\n\n\n\n<p>Da der Wind in der Karibik die meiste Zeit aus Osten kommt, bedeutete dies gegen den Wind und gegen zwei Meter hohe Wellen unter Motor fahren. Als wir nach ca. 45 Minuten an der S\u00fcdwestspitze von Antigua ankamen, bemerkte Hannah, dass die Ger\u00e4usche aus dem Motorraum komisch waren, als st\u00e4nde Wasser bis \u00fcber den Propellerschaft. <\/p>\n\n\n\n<p>Nach einem kurzen Blick war klar: Die Bilgenpumpe hatte das Wasser aus der Waschmaschine am Vortag nicht abgepumpt und wir stoppten den Motor. Mit gesetztem Gro\u00dfsegel trieben wir mit der Str\u00f6mung mit ungef\u00e4hr einem Knoten gen Westen, w\u00e4hrend Mattis die automatische Bilgenpumpe gegen unsere alte, manuelle tauschte. Mit dieser konnten wir die Bilge dann leer pumpen und weiter fahren.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach zwei Stunden unter Motor erreichten wir dann die traumhaft sch\u00f6ne Bucht von Carlisle Bay. Dort war das Wasser zwar etwas tr\u00fcb, aber trotzdem konnte man die ein oder anderen Lebewesen unter Wasser bestaunen und auch \u00fcber Wasser zeigten sich jede Menge Pelikane.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"422\" src=\"https:\/\/blog.mattis-online.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/img_7351-1024x422.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-320\" srcset=\"https:\/\/blog.mattis-online.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/img_7351-1024x422.jpg 1024w, https:\/\/blog.mattis-online.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/img_7351-300x124.jpg 300w, https:\/\/blog.mattis-online.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/img_7351-768x316.jpg 768w, https:\/\/blog.mattis-online.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/img_7351-1536x633.jpg 1536w, https:\/\/blog.mattis-online.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/img_7351-1200x494.jpg 1200w, https:\/\/blog.mattis-online.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/img_7351.jpg 2000w\" sizes=\"(max-width: 709px) 85vw, (max-width: 909px) 67vw, (max-width: 1362px) 62vw, 840px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Carlisle Bay: Panoramabild der Bucht vom Boot aus<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Am n\u00e4chsten Tag machten wir uns auf den Weg weiter Richtung Osten mit dem Ziel Freeman\u2018s Bay. Wir hoben den Anker und motorten aus der Bucht. Als wir die hohen Wellen erreicht hatten und gegenan fuhren, streikte jedoch unser Motor. <\/p>\n\n\n\n<p>Die Drehzahl sank unerwartet auf 1000 rpm und erneut mussten wir den Motor stoppen. Wir starteten ihn wieder und nach 2 Minuten trat das gleiche Problem auf. Auch r\u00fcckw\u00e4rts fahren sollte nicht die L\u00f6sung sein. Somit stand schnell fest: Wir setzen das Vorsegel und segeln zur\u00fcck in die Bucht. Wir sind mittlerweile so routiniert bei Ausf\u00e4llen des Motors, dass keinerlei Panik oder auch irgendwelche Aufregung in Form von Stress zu sp\u00fcren war. Unter Segel ankerten wir etwas au\u00dferhalb und begannen mit der Problemsuche.<\/p>\n\n\n\n<p>Erste Vermutung: Der Propeller k\u00f6nnte blockiert sein. Dazu sprang Darius ins Wasser und tauchte den Propeller ab, jedoch war nichts zu sehen: Wir hatten keine Leinen oder Fischernetze mit dem Propeller eingesammelt. Es sah alles gut aus. <\/p>\n\n\n\n<p>Also schauten wir uns die Dieselfilter an und entschieden, den Vorfilter in jedem Fall auszutauschen. Nach jeweils zwei Versuchen von Mattis und Lisa war es auch endlich geschafft, dass er nicht mehr leckte. Leider half auch das nicht richtig weiter und da es inzwischen schon Abend war, entschieden wir uns eine Nacht dar\u00fcber zu schlafen.<\/p>\n\n\n\n<p>Am n\u00e4chsten Morgen, es war mittlerweile Freitag, kontaktierten wir einen Mechaniker in Jolly Harbour, der uns anbot zu helfen. Wir sollten nur dort hin segeln und man m\u00fcsste uns dann etwas weiter rein noch abschleppen. Also wieder zur\u00fcck dorthin wo wir herkamen, dieses Mal unter Segel und mit sehr guten Windbedingungen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" width=\"768\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/blog.mattis-online.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/img_7361-768x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-321\" srcset=\"https:\/\/blog.mattis-online.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/img_7361-768x1024.jpg 768w, https:\/\/blog.mattis-online.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/img_7361-225x300.jpg 225w, https:\/\/blog.mattis-online.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/img_7361-1152x1536.jpg 1152w, https:\/\/blog.mattis-online.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/img_7361-1200x1600.jpg 1200w, https:\/\/blog.mattis-online.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/img_7361.jpg 1500w\" sizes=\"(max-width: 709px) 85vw, (max-width: 909px) 67vw, (max-width: 984px) 61vw, (max-width: 1362px) 45vw, 600px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Erneut werden wir abgeschleppt.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Nach einem etwas abenteuerlichen Abschleppservice (beinahe Kollision mit einem anderen Boot und aufsetzen am Steg aufgrund der Tide vor Ort), kam der Mechaniker an Board. Er lobte unseren Filterwechsel und entl\u00fcftete das System komplett. Das hatten wir anscheinend nicht richtig gemacht. <\/p>\n\n\n\n<p>Danach lief der Motor wieder einwandfrei. Wie wir, war er nicht besonders gl\u00fccklich damit, da dies bedeutete, dass etwas mit unserem Dieseltank nicht in Ordnung ist: Sehr wahrscheinlich ist dieser verschmutzt und die Leitungen dadurch verstopft. <\/p>\n\n\n\n<p>Da dies aber ein zu gro\u00dfes Projekt ist, empfahl er uns eine Notfalll\u00f6sung parat zu haben. Um kurzfristig den Motor wieder zum Laufen zu bringen, haben wir jetzt einen vollen 20 Liter Dieselkanister als Zweittank mit neuem, sauberem Diesel. Mit Hilfe von extra Dieselleitungen k\u00f6nnen wir unseren Dieseltank damit umgehen. <\/p>\n\n\n\n<p>Im Notfall kann der Motor damit um die 4 Stunden laufen, das reicht f\u00fcr mehrere Male Ankern, im Hafen man\u00f6vern oder Ablegen. Seit wir diesen Workaround parat haben, mussten wir ihn gl\u00fccklicherweise nicht einsetzen, da der Motor keine Probleme mehr gemacht hat.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Endlich wieder Segeln <\/h2>\n\n\n\n<p>Am n\u00e4chsten Tag machten wir uns also wieder auf den Weg, um irgendwie die Ostk\u00fcste zu erreichen. Da der Wind weiter s\u00fcdlich vorhergesagt war, hatten wir Hoffnung an der S\u00fcdk\u00fcste entlang segeln zu k\u00f6nnen. Wir wollten es diesmal vermeiden in den hohen Wellen den Motor zu starten. Angekommen an der S\u00fcdseite war allerdings nach einer Weile klar, dass es doch nicht so einfach werden w\u00fcrde und wir entschieden uns umzukehren und an der Westseite von Antigua zu bleiben. Wie steuerten eine Bucht n\u00f6rdlich von Jolly Harbour an und verbuchten den Tag als sch\u00f6nen Segelausflug.<\/p>\n\n\n\n<p>Aufgrund der Wettervorhersage mit angek\u00fcndigten Windb\u00f6en von mehr als 30 Knoten ab Dienstag, entschieden wir uns die \u00dcberfahrt nach Saint Barth\u00e8lemy (St. Barths) definitiv f\u00fcr Montag festzulegen. Am Sonntag fuhren wir noch eine nahe gelegene Bucht an, in der ein gro\u00dfes Wrack von 1905 zu sehen ist. <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-video\"><video height=\"720\" style=\"aspect-ratio: 1280 \/ 720;\" width=\"1280\" controls src=\"https:\/\/blog.mattis-online.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/0698a4b0-3512-41d2-9dc9-a6596c5932e0-1.mp4\"><\/video><figcaption class=\"wp-element-caption\">Tauchen am Wrack<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Das war wirklich sehr beeindruckend, da es nur sehr knapp unter Wasser liegt und inzwischen als k\u00fcnstliches Riff mit vielen tropische Fischarten ein Schnorchelparadies ist. Einer der abgebrochenen drei Masten ragt sogar noch etwas \u00fcber die Wasseroberfl\u00e4che hinaus und auch sonst gibt es vieles zu entdecken. Leider hatte Mattis sich mittlerweile so erk\u00e4ltet, dass er auf ELMY die tolle Bucht nur \u00fcber Wasser bestaunen konnte.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"769\" src=\"https:\/\/blog.mattis-online.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/img_6027-1-1024x769.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-333\" srcset=\"https:\/\/blog.mattis-online.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/img_6027-1-1024x769.jpg 1024w, https:\/\/blog.mattis-online.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/img_6027-1-300x225.jpg 300w, https:\/\/blog.mattis-online.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/img_6027-1-768x577.jpg 768w, https:\/\/blog.mattis-online.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/img_6027-1-1536x1154.jpg 1536w, https:\/\/blog.mattis-online.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/img_6027-1-1200x901.jpg 1200w, https:\/\/blog.mattis-online.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/img_6027-1.jpg 2048w\" sizes=\"(max-width: 709px) 85vw, (max-width: 909px) 67vw, (max-width: 1362px) 62vw, 840px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Am letzten Abend auf Antigua sind wir Essen gegangen<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Die \u00dcberfahrt nach St. Barths verlief wie erwartet sehr schnell mit einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von mehr als sechs Knoten. An die hohen Wellen und die andauernde Kr\u00e4ngung bei Halbwind hatte man sich irgendwann gew\u00f6hnt.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" width=\"768\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/blog.mattis-online.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/img_6028-1-768x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-336\" srcset=\"https:\/\/blog.mattis-online.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/img_6028-1-768x1024.jpg 768w, https:\/\/blog.mattis-online.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/img_6028-1-225x300.jpg 225w, https:\/\/blog.mattis-online.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/img_6028-1-1152x1536.jpg 1152w, https:\/\/blog.mattis-online.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/img_6028-1-1200x1600.jpg 1200w, https:\/\/blog.mattis-online.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/img_6028-1.jpg 1536w\" sizes=\"(max-width: 709px) 85vw, (max-width: 909px) 67vw, (max-width: 984px) 61vw, (max-width: 1362px) 45vw, 600px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Daniel hatte viel Freude am Steuern<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Gegen 21:30 Uhr erreichten wir dann Gustavia. Die Bucht war voll von Booten jeglicher Art: Kreuzfahrtschiffe, Luxusyachten, Segelboote etc. Viele Boote waren au\u00dferdem nicht gut beleuchtet und die Ankerplatzsuche daher unangenehm stressig. Schlie\u00dflich fanden wir einen Platz, der aufgrund des starken Windes jedoch nicht besonders ruhig war.<\/p>\n\n\n\n<p>Was macht man so auf St. Barths, welche Probleme und Aufgaben stellen sich uns als n\u00e4chstes, und wird der Wind auch mal weniger? Das erfahrt ihr dann im n\u00e4chsten Eintrag \ud83d\ude42<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Tug Assistance N\u00b03 Nachdem Daniel und Hannah am Morgen die Eink\u00e4ufe erledigt hatten ging die Reise weiter. Plan war mit zwei Stopps von Jolly Harbour an der S\u00fcdseite der Insel entlang zur Ostk\u00fcste zu gelangen, wo es sehr sch\u00f6ne Schnorchelpl\u00e4tze bei den Atlantikriffen gibt. 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